Fitness News
30
04
2019

Mit Training gegen den Heuschnupfen

Wenn die ersten Bäume sprießen, beginnt für viele Allergiker die Leidenszeit. Und sie verzichten dann auf vieles – auch auf Sport und Training. Doch genau das ist falsch, weiß der Sport-Mediziner Dr. Robert Magerie. Gerade das regelmäßige Training, bevorzugt im Studio, kann die Leiden lindern.

Viele Asthmatiker oder Heuschnupfen-geplagte trauen sich nicht ins Fitnessstudio. Zu Unrecht?
Regelmäßige Bewegung ist für alle Menschen elementarer Bestandteil eines gesunden Lebensstils. Allergiker und Asthmatiker sind davon nicht auszuschließen.Gerade Pollenallergiker können davon profitieren, ihren Sport in allergenarmer Umgebung auszuüben. Sport in geschlossenen Räumen, im Fitnessstudio kann eine sinnvolle Alternative sein. Die kalten Temperaturen im Winter und die kühle Außenluft als möglicher Auslöser von asthmatischen Beschwerden sind weitere Argumente für den Indoorsport.

Auf was sollten Asthmatiker oder Pollen-Allergiker achten?
Akute Atemnotanfälle unter Belastung sollten vermieden werden. Dies gelingt durch eine sorgfältige Erwärmung zu Trainingsbeginn und eine schrittweise Steigerung der Intensität. Eine gute körperliche Fitness kann vor Atemnot schützen und die Lungenfunktion verbessern. Häufig beobachten wir, dass sich allergische Symptome durch regelmäßiges Training bessern.

Welche Trainingsangebote sollten sie eher nicht annehmen?
Das ist individuell sehr unterschiedlich. So sind viele Asthmatiker in den verschiedensten Leistungssportarten sehr erfolgreich. Grundsätzlich sollte man vor allem auch bei Kindern mit asthmatischen Beschwerden die sportliche Betätigung nicht einschränken. Ausdauersportarten wie Laufen, Radfahren und Schwimmen können allgemein empfohlen werden. Zusätzlich empfiehlt sich ein regelmäßiges Kraft- und Beweglichkeitstraining. Intensive Intervallbelastungen ohne vorherige Erwärmung können problematisch sein. Mit einer ausreichenden Vorbereitung, Erwärmung und einer Bedarfsmedikation (z. B. Salbutamol-Spray) können Asthmatiker und Allergiker nahezu uneingeschränkt Sport treiben.

Viele Studios filtern ihre Luft mit Klimaanlagen. Könnte das problematisch für Asthmatiker sein?
Die gereinigte, allergenarme Luft in den Fitnessstudios kann insbesondere für Allergiker von Vorteil sein.

Sollte sich der Asthmatiker oder Pollen-Allergiker vor dem Gang ins Fitnessstudio medizinisch beraten lassen?
Eine sportmedizinische Untersuchung zur Beurteilung der individuellen Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit kann für alle Neu- und Wiedereinsteiger empfohlen werden. Im Idealfall erhält der Patient hierbei auch wertvolle Tipps für sein individuelles Training.

 

Quelle: shape UP online
Abbildung: wavebreakmedia / shutterstock.com